Lübeck braucht bezahlbare Wohnungen – Sozialquote muss steigen
,Schlachthofgelände: Lübeck braucht bezahlbare Wohnungen – Sozialquote muss steigen
Nach jahrzehntelangem Stillstand zeichnet sich Bewegung bei der Bebauung des ehemaligen Schlachthofgeländes an der Schwartauer Allee ab. Eine Mehrheit in der Lübecker Bürgerschaft will nun zügig bauen und plant ein gemischtes Quartier mit Nahversorgung, Kita und rund 320 Wohnungen, davon 30 % Sozialwohnungen.
Das BSW Schleswig-Holstein begrüßt die Aussicht auf neue Wohnungen an diesem seit 20 Jahren brachliegenden Standort. Gleichzeitig weisen wir auf die bestehende Wohnungsnot in Lübeck hin und fordern eine deutlich höhere Quote als die geplanten 30 % bezahlbaren Wohnraums.
Bereits 2019 hatten CDU und SPD in einem Kompromiss vereinbart, auf dem Gelände Wohnungen zu errichten, davon 40 % als Sozialwohnungen. Die jetzigen Pläne sehen hingegen nur 30 % Sozialwohnungen vor – ein Anteil, der den tatsächlichen Bedarf in Lübeck nicht annähernd deckt.
Es ist ein Skandal, dass die Bürgerschaft in Lübeck dieser Reduzierung um 10 % zugestimmt hat! Das gleicht einem Wortbruch.
Deshalb unsere Forderung:
Das BSW fordert die Bürgerschaft auf, in den Bebauungsplänen für das Schlachthofgelände mindestens 40 % Sozialwohnungen verbindlich festzuschreiben. Dies ist notwendig, um einen echten Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes zu leisten und Fehlentwicklungen zu vermeiden, bei denen große Teile des Angebots für Besserverdienende geplant werden, während bezahlbarer Wohnraum fehlt.
Das ist kein Wunsch, sondern aus gesamtstädtischer Perspektive eine sachliche Notwendigkeit.
Das BSW Schleswig-Holstein ist der überzeugten Meinung:
Lübeck braucht Wohnraum.
Lübeck braucht bezahlbare Wohnungen.
40 % Sozialwohnungen sind das Minimum.
Die Bebauung des alten Schlachthofgeländes ist mehr als überfällig und ausdrücklich zu begrüßen. Das BSW Schleswig-Holstein teilt die Ansicht, dass es diesbezüglich keine weiteren Verzögerungen geben darf.
Dass bei den aktuellen Plänen gleichzeitig nur noch 30 % Sozialwohnungen vorgesehen sind, ist inakzeptabel!
In Lübeck wurden in den letzten Jahren genug Luxuswohnungen gebaut, die von privilegierten Mitgliedern der Oberschicht als Zweitwohnsitz genutzt werden.
Wir fordern daher die Bürgerschaft auf, dafür Sorge zu tragen, dass in den neuen Bebauungsplänen mindestens 40 % Sozialwohnungen gebaut werden, damit die dringend darauf angewiesenen Lübecker Bürgerinnen und Bürger sowie junge Familien nicht wieder in die Röhre gucken.
Es ist ein Skandal, dass nun wieder auf Kosten der normalen Bürger Profit gemacht werden soll!
Auch eine Quote von 40 % Sozialwohnungen ist für die Investoren ein gewinnbringender Auftrag.
Lübeck braucht Wohnraum!
Das Schlachthofgelände ist geeignet!
40 % Sozialwohnungen sind das Minimum!