Aufruf zum Antikriegstag 

Aktuelles
, 1. September 2025

Friedensgebot statt Kriegstüchtigkeit

 

Am 1. September überfiel die deutsche Wehrmacht Polen – der Beginn des Zweiten Weltkriegs. 60 Millionen Menschen verloren ihr Leben, darunter 27 Millionen in der Sowjetunion und 20 Millionen in China – ein Großteil davon Zivilisten.

 

Heute wird oft verdrängt: Die Hauptlast dieses Krieges trug die Sowjetunion. Am 8. Mai 1945 in Europa und am 2. September 1945 in Asien endete der Krieg mit der bedingungslosen Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands und des japanischen Militarismus.

 

Eine zentrale Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg war die Verankerung des Friedensgebots im Grundgesetz. Im Einigungsvertrag verpflichtete sich Deutschland zudem, keine ausländischen Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR zu stationieren und dauerhaft auf Atomwaffen zu verzichten.

 

Heute stellt die Bundesregierung sowohl die völkerrechtlichen Verpflichtungen aus dem Einigungsvertrag als auch das Friedensgebot des Grundgesetzes zunehmend infrage – bis hin zu Äußerungen des Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn, der eine Debatte über deutsche Atomwaffen angestoßen hat. Diese Entwicklung ist Ausdruck einer fatalen Politik unter Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil, die statt auf Diplomatie zu setzen Deutschland auf eine militärische Konfrontation mit der Atommacht Russland vorbereiten wollen.

 

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) fordert die uneingeschränkte Achtung des Friedensgebots und der völkerrechtlichen Verpflichtungen Deutschlands.

 

Zur Umsetzung dieses Friedensgebots fordert das BSW zum Antikriegstag:

 

1. Keine Zerschlagung des Sozialstaats zugunsten militärischer Aufrüstung. Die von Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigte Transformation der Bundeswehr zur „stärksten Armee Europas“ gefährdet das soziale Gleichgewicht in unserem Land. Die bedingungslose Gefolgschaft gegenüber den USA und der NATO beschleunigt den inneren und äußeren Niedergang. Deutschland braucht eine eigenständige Außenpolitik, gute Beziehungen auch zum Globalen Süden und den BRICS-Staaten – statt Vasallentreue gegenüber Washington.

 

2. Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen an Israel. Deutschland darf nicht länger zur Unterstützung des israelischen Völkermords in Gaza beitragen. Eine breite Mehrheit der Bevölkerung fordert die vollständige Einstellung aller Rüstungsexporte an Israel.

 

3. Beendigung der Waffenlieferungen für den Stellvertreterkrieg in der Ukraine. Die Bundesregierung riskiert eine direkte militärische Konfrontation mit Russland. Besonders die Lieferung von Lenkwaffen wie dem Marschflugkörper „Taurus“, die Moskau erreichen können, wird von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt.

 

4. Diplomatische Initiativen statt Kriegsverlängerung. Die Bundesregierung muss sich endlich aktiv für einen Waffenstillstand in Gaza und ein Ende des Ukraine-Krieges einsetzen. Ihre kompromisslose Haltung isoliert Deutschland international – sowohl durch die Ablehnung eines palästinensischen Staates als auch durch das Festhalten am Stellvertreterkrieg gegen Russland.

 

5. Stopp der milliardenschweren Waffenhilfen. Bisher hat Deutschland der Ukraine Rüstungsgüter im Wert von 50 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt – weitere 25 Milliarden Euro wurden bereits zugesagt. Gleichzeitig wird der Bevölkerung erklärt, der Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar. Diese Politik ist unverantwortlich. Die finanziellen Mittel werden im eigenen Land dringend für soziale Sicherheit, Bildung und Gesundheitsversorgung benötigt.eit/

Auch interessant

03 März

Das BSW fordert: „Abordnung Plus“ muss sofort gestrichen und rückgängig gemacht werden!

Aktuelles – In den „Kieler Nachrichten“ und im NDR wurde gestern in mehreren Artikeln ausführlich über „Kritik an Abordnung Plus“ berichtet: https://www.kn-online.de/…/abwanderung-von-lehrern-ist… und https://www.ardmediathek.de/…/Y3JpZDovL25kci5kZS80OTViN… Die Oppositionsparteien im Kieler Landtag vermeiden jede Kritik an diesem Programm der schwarz-grünen Regierung – sie stimmen „Abordnung Plus“ also leider zu. Das BSW in Schleswig-Holstein unterstützt dagegen die Kritik an „Abordnung Plus“…

01 März

Gründung des Kreisverbands Rendsburg-Eckernförde

Aktuelles – Heute am 1. März 2026 haben wir den Kreisverband Rendsburg-Eckernförde gegründet. In der Gründungsversammlung wählten die MitgliederNorbert Bier einstimmig zum Vorsitzenden.Ebenfalls einstimmig wurdenCäsar Jablonsky zum stellvertretenden Vorsitzenden,Hendrik Dyck zum Schatzmeisterund Stefan Bruhn als Beisitzer gewählt. Der Schritt zur Gründung kam nicht aus dem Nichts.In vielen Gesprächen vor Ort ging es immer wieder um die gleichen…

19 Feb.

Lübeck braucht bezahlbare Wohnungen – Sozialquote muss steigen

Aktuelles – Schlachthofgelände: Lübeck braucht bezahlbare Wohnungen – Sozialquote muss steigen Nach jahrzehntelangem Stillstand zeichnet sich Bewegung bei der Bebauung des ehemaligen Schlachthofgeländes an der Schwartauer Allee ab. Eine Mehrheit in der Lübecker Bürgerschaft will nun zügig bauen und plant ein gemischtes Quartier mit Nahversorgung, Kita und rund 320 Wohnungen, davon 30 % Sozialwohnungen. Das BSW Schleswig-Holstein…

19 Jan.

Gründung des Gebietsverbands Kiel-Plön

Aktuelles – Am 18.01.2026 hat sich der Gebietsverband Kiel-Plön gegründet. In einer sachlichen und politisch entschlossenen Versammlung wurde Reza Hagsei zum Vorsitzenden gewählt, Jürgen A. Frommholz zu seinem Stellvertreter. Jannik Wickbold übernimmt das Amt des Schatzmeisters. Als Beisitzerinnen wurden Marthe Lettow und Ulrike McIntosh gewählt. Auf Antrag der JSW wurde die Position eines jugendpolitischen Sprechers für den…

  • 03 März Das BSW fordert: „Abordnung Plus“ muss sofort gestrichen und rückgängig gemacht werden!

    Aktuelles In den „Kieler Nachrichten“ und im NDR wurde gestern in mehreren Artikeln ausführlich über „Kritik an Abordnung Plus“ berichtet: https://www.kn-online.de/…/abwanderung-von-lehrern-ist… und https://www.ardmediathek.de/…/Y3JpZDovL25kci5kZS80OTViN… Die Oppositionsparteien im Kieler Landtag vermeiden jede Kritik an diesem Programm der schwarz-grünen Regierung – sie stimmen „Abordnung Plus“ also leider zu. Das BSW in Schleswig-Holstein unterstützt dagegen die Kritik an „Abordnung Plus“…

  • 01 März Gründung des Kreisverbands Rendsburg-Eckernförde

    Aktuelles Heute am 1. März 2026 haben wir den Kreisverband Rendsburg-Eckernförde gegründet. In der Gründungsversammlung wählten die MitgliederNorbert Bier einstimmig zum Vorsitzenden.Ebenfalls einstimmig wurdenCäsar Jablonsky zum stellvertretenden Vorsitzenden,Hendrik Dyck zum Schatzmeisterund Stefan Bruhn als Beisitzer gewählt. Der Schritt zur Gründung kam nicht aus dem Nichts.In vielen Gesprächen vor Ort ging es immer wieder um die gleichen…

  • 19 Feb. Lübeck braucht bezahlbare Wohnungen – Sozialquote muss steigen

    Aktuelles Schlachthofgelände: Lübeck braucht bezahlbare Wohnungen – Sozialquote muss steigen Nach jahrzehntelangem Stillstand zeichnet sich Bewegung bei der Bebauung des ehemaligen Schlachthofgeländes an der Schwartauer Allee ab. Eine Mehrheit in der Lübecker Bürgerschaft will nun zügig bauen und plant ein gemischtes Quartier mit Nahversorgung, Kita und rund 320 Wohnungen, davon 30 % Sozialwohnungen. Das BSW Schleswig-Holstein…

  • 19 Jan. Gründung des Gebietsverbands Kiel-Plön

    Aktuelles Am 18.01.2026 hat sich der Gebietsverband Kiel-Plön gegründet. In einer sachlichen und politisch entschlossenen Versammlung wurde Reza Hagsei zum Vorsitzenden gewählt, Jürgen A. Frommholz zu seinem Stellvertreter. Jannik Wickbold übernimmt das Amt des Schatzmeisters. Als Beisitzerinnen wurden Marthe Lettow und Ulrike McIntosh gewählt. Auf Antrag der JSW wurde die Position eines jugendpolitischen Sprechers für den…

Sie haben Fragen?

Welche inhaltlichen Positionen vertritt die neue Partei? Wie kann ich das BSW unterstützen? Wie kann ich Unterstützer oder Förderer werden und was ist der Unterschied? Sicher haben Sie viele Fragen. Wir haben versucht, einen Großteil Ihrer möglichen Fragen zu beantworten und leiten Sie hierzu auf die Website der Bundespartei weiter.

Zu den FAQ